Beim historischen Interview, das INFOCUS-Chefredakteur Bastian Griffel exklusiv mit dem amtierenden Papst Franziskus und seinem Amtsvorgänger Benedikt XVI. führte, kam es ganz unerwartet zu Lebensbeichten und einem handfesten Eklat. Die Folgen dieser Bekenntnisse für die Christenheit, ja für die gesamte Weltgemeinschaft, sind noch nicht abschätzbar.

 

 

 

INFOCUS: Herr Papst, Sie sind jetzt auch schon eine ganze Weile Gottes Stellvertreter auf Erden. Wie ist das eigentlich so?

 

FRANZISKUS: Wie alles im Leben hat auch das Papst-Dasein Vor- und  Nachteile. Ich muss mir etwa keine Sorgen um meine Zukunft machen. Um alles kümmert sich irgendjemand. Ich muss mir nicht mal einen Wecker stellen. Auf der anderen Seite lastet natürlich eine enorme Verantwortung auf meinen Schultern. 1 Milliarde Gläubige - da muss man schon etwas bieten können. Jeden Tag ein neues Wunder, das hat nicht mal Jesus geschafft.

 

INFOCUS: Herr Altpapst, wie war das bei Ihnen, haben Sie Ihre Amtszeit ähnlich wahrgenommen?

 

BENEDIKT XVI: Wissen Sie, das waren ganz andere Zeiten, als ich Papst war. Ich war - verzeih mein lieber Franziskus - nicht so verweichlicht wie Ihr jungen Leute heute. Ich war noch päpstlicher als ich selbst. Es gab noch echte Disziplin. Heute betet jeder wann und wo er will, oft nicht mal auf Lateinisch. Franziskus gibt den Menschen zu viele Freiheiten. Wenn das so weiter geht, wird sein Nachfolger eine Frau sein.

 

INFOCUS: Da scheint es mir ja einige Unstimmigkeiten zu geben. Franziskus (im Rahmen der Messweinverkostung, die wir aus Zeitgründen während des Interviews absolvierten, hatten mir beide Herren das Du-Wort angeboten; Anm. d. Chefred.), da fährt Benedikt ja schwere Geschütze auf! Aber hat er mit seiner Kritik nicht zum Teil Recht? Sind die Katholiken nicht tatsächlich total verweichlicht? 

 

FRANZISKUS: Ich habe einfach einen anderen Zugang zu den Menschen als Benedikt. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich gar nicht katholisch bin. Ja, Sie haben richtig gehört. Ich bin überhaupt nicht katholisch. Ich wurde nie getauft, da zu jener Zeit in Argentinien eine extreme Dürre und somit auch Wasserknappheit herrschte. Und später hatten meine Eltern schlichtweg darauf vergessen, dies nachzuholen. Ich hab es auch nie an die große Glocke gehängt.

 

INFOCUS: Ups!

 

BENEDIKT: Was heisst da "ups"? Dieses Outing von Franziskus ist dazu geeignet, die gesamte katholische Kirche in ihen Grundfesten zu erschüttern. Aber Gottseidank (sic!) ist so ein Fall in den Statuten des Vatikan ganz klar geregelt. (Schickt seinen Sekretär, den blendend aussehenden Georg Gänswein, das Papsthandbuch holen). Hier im Kapitel "Papst nicht katholisch" steht es schwarz auf weiß unter Paragraph 16, Abschnitt 7, 4. Absatz:

“Sollte sich herausstellen, dass der amtierende Papst gar nicht katholisch ist, muss er unverzüglich zurücktreten. Sollte zu diesem Zeitpunkt ein allfälliger Amtsvorgänger noch am Leben sein, muss dieser bis zur Wahl eines neuen Papstes in das Amt zurückkehren.”

 

Ich glaube, das ist mehr als eindeutig. Kannst mir gleich den Piloleus (Papstmütze, Anm.) zurückgeben. Steht mir ohnehin besser als Dir!

 

INFOCUS: Was wirst Du jetzt machen, Franziskus?

 

FRANZISKUS: Selbstverständlich werde ich gleich hier und jetzt zurücktreten und alle meine Sachen an Benedikt übergeben. Den Sportauspuff, den ich beim Papamobil einbauen habe lassen, möchte ich aber wiederhaben, den habe ich privat bezahlt.

 

 

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