Nach VfGH-Urteil: Weltgemeinschaft in Sorge, Ausland gibt Ratschläge

5 Jul 2016

 

Neben unbedeutenden Kleinigkeiten wie dem britischen Brexit-Votum, sorgt sich die freie (und auch die unfreie Welt) um die demokratischen Verhältnisse in unserem Land.

 

Die letzten Tage wurden beherrscht von mehr oder minder sinnvollen Vorschlägen, wie die hiesige Staatskrise am besten gelöst werden könnte.

 

INFOCUS fasst die wichtigsten Vorschläge zusammen:

 

Der Präsident der führenden Bananenrepublik, Costa Rica, Jesus Emanuel Bananeras, hat angeboten, auch in Österreich die Präsidentschaft zu übernehmen: “In erster Linie wäre das natürlich eine große Geste gegenüber einem mit uns vergleichbaren Land. Es verschafft uns aber  auch Zugang zum EU-Binnenmarkt. Wir haben sogar schon begonnen unsere Bananen gemäß EU-Verordnung mit der richtigen Krümmung zu versehen. Alle Kinder bei uns sind schon eifrig am Biegen.”

 

Auch Kim-Jong Un will mitmischen

 

Mit seinem freundlichen Angebot gerät Bananeras allerdings in einen potenziellen Konflikt mit Nordkoreas Diktator Kim-Jong Un, der mit dem gleichen Vorschlag aufwartet: “Ich habe Erfahrung in Staatsführung und wenn ich das Amt übernehme, erspare ich damit allen Österreichern für alle Zeit jegliche Wahlen und damit auch jegliche Unsicherheit.”

 

Sinnvoller Vorschlag aus Deutschland

 

Joachim Löw, höchst erfolgreicher deutscher Bundestrainer und führender Selbstbegrapscher, rät, die Wahl per Elfmeterschießen zu entscheiden: “Das kann zwar auch ein bisschen dauern, wie wir seit den 18 Elfmetern im Spiel gegen Italien erlebt haben, aber es gibt immer eine Entscheidung.” Nachsatz zu Hosengate: “Ich bewahre dort meine Trinkflaschen auf und habe entsetzt festgestellt, dass keine mehr da war.”

 

Brexiter und -innen

 

Von den Britischen Inseln kommt der Vorschlag, die Engländer abstimmen zu lassen.

Boris Johnson: “Die Engländer wissen, wie sie richtig abstimmen. Ohne wenn und aber (“without if and but”). In Anlehnung an die Neubezeichnung des Brexit als “Braccident” würde die Abstimmung dann Brexident heißen.

 

Auch Richard Lugner bringt sich wieder ins Spiel

 

Lange hatte man nichts mehr von ihm gehört, jetzt meldet er sich wieder lautstark zu Worte: “Das ist so ein Kasperltheater, da wäre es wirklich besser, mir das Amt zu überlassen. Habe schon damals gesagt, dass ich der beste aller Kasperl wäre. Ausserdem verweigert mir die Cathy (Ehefrau, Anm. d. Red.) seit meiner Niederlage im ersten Wahldurchgang den Sex und das geht mir schon langsam ziemlich auf die Nerven.”

 

...und Donald Trump

 

Den Vogel abgeschossen hat – nicht weiter verwunderlich – Donald Trump: er möchte die Entscheidung in guter alter Wildwest-Manier herbeiführen und den Sieger in einem Revolverduell ermitteln. Die Waffenlobby NRA (National Rifle Association) würde die Kosten dafür übernehmen. “Für uns wäre das eine tolle Gelegenheit, die Sinnhaftigkeit von Waffen auch in politischen Angelegenheiten unter Beweis zu stellen.” sagt Jimmy Colt, Nachfahre von Samuel Colt und Chef der NRA.

 

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