Erschütternde Beichte eines jungen Djihadisten (Teil 1)

12 Jan 2016

 

Nach der Schließung der unlängst entdeckten Verhörstation der NSA in Bruck an der Leitha, hatte INFOCUS als führendes Aufdeckermedium Gelegenheit, ein ausführliches Gespräch mit dem jungen Djihadisten Hassan S. zu führen.

 

Lesen Sie die erschütternde Reportage unserer Chefreporterin Nelly Brisant:

 

Der 24 jährige Hassan S. aus B. in I. kauert auf einem wackeligen Stuhl in der Polizeiwachstube in Bruck an der Leitha. Die Angst ist ihm noch immer ins Gesicht geschrieben, es ist noch keine Stunde vergangen, seit ihn österreichische Polizisten aus der unterirdischen Verhörstation der NSA befreit haben. Das vorangegangene Waterboarding hat der junge Mann mit den pechschwarzen Augen erfreulicherweise ohne bleibende Schäden überstanden. Lediglich die linke Kontaktlinse sei ihm dabei abhanden gekommen, wie er mit verlegenem Lächeln erwähnt.

 

Er tropft noch ein bisschen, während er anfängt, seine Geschichte zu erzählen.

 

“Ich war 21, als mich ein bärtiger Mann im Starbucks in Mossul angesprochen hat. Der Mann war freundlich und hat mich auf einen Soya Latte mit Caramelcreme eingeladen und mich ein wenig über meine Hobbies befragt. Ich erzählte ihm, dass ich eigentlich außer meiner Playstation 2 keine Hobbies hätte, da die Gegend nicht viel Abwechslung bietet. Mädchen gibt es zwar, jedoch kann man aufgrund ihrer Komplettverschleierung nie sagen, ob sie hübsch seien, was ein echtes Problem für einen jungen Testosteronbolzen wie mich darstellt.

 

Der freundliche Mann, sein Name war Ahmed fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, in meiner Freizeit und auch in der übrigen Zeit mit ihm und seinen Freunden etwas zu unternehmen. Es würde sich um eine Art Club für coole Typen handeln.

 

Mir erschien das damals sehr aufregend. Noch nie zuvor hatte sich jemand so nett um mich gekümmert. Gleich am nächsten Tag sollte es losgehen. Er nannte mir noch eine Adresse, wo ich mich einfinden sollte.

 

Im Club ging es recht entspannt zu. Das Rumballern hat richtig Spass gemacht und auch sonst war das Training sehr abwechslungsreich.

 

Nach der Ausbildung sagte man uns, wir sollten uns erstmal schlafen legen. So wurde ich zum Schläfer. Eines Tages wurde ich etwas unsanft aus dem Dauerschlaf, an den ich mich schon so gewöhnt hatte, geweckt.

 

Ich wurde, zusammen mit 5 anderen in unser Clubzimmer gebeten, wo man uns unseren ersten Auftrag erklärte. Wir sollten auf einem belebten Markt für schwarz gehandelte Reisepässe mindestens 150 Menschen - im Rahmen eines Selbstmordkommandos - zu deren Erstgespräch mit Allah befördern.

 

Wir wurden also alle mit State-of-the-art Sprengstoffgürteln ausgestattet. Jeder bekam noch 72 Kondome "wegen der Hygiene” für die entsprechende Anzahl an Jungfrauen und dann wurden wir an den Ort des geplanten Geschehens gebracht. Laien stellen sich ein derartiges Vorhaben vermutlich einfacher vor, als es tatsächlich ist. Ich, Abdul, Ahmed, Ahmad und Mohammed wurden also an dem Markt abgeladen. Unser Ausbildner erinnerte uns noch einmal nachdrücklich daran, möglichst oft und laut “Allahu Akbar”zu brüllen und dann wurden wir mit einem - aus meiner Sicht etwas zynischen - “bis später” losgeschickt.

 

Wir verteilten uns am Markt. In unseren Hosen hielten wir schon die Erektionen für nachher bereit und dann ging es los. Ahmad war der erste, der den Sprengsatz zündete. Ich hatte noch nie zuvor gesehen, wie schnell sich jemand in Luft auflösen kann (und mit ihm 35 weitere Personen). Nachdem Abdul, Ahmed und Mohamed ebenfalls gezündet hatten, war ich an der Reihe. Angesichts des eben Erlebten verging mir aber gehörig die Lust am Sprengen. Auch die Aussicht auf die vielen Jungfrauen erschien mir nicht mehr so erstrebenswert, nicht nur, weil mir inzwischen meine Erektion abhanden gekommen war. Ich beschloss kurzerhand das Weite zu suchen, nahm mir so viele gefälschte Pässe, wie ich tragen konnte und machte mich schleunigst aus dem Staub. Da man uns im Camp ohnehin nicht zurück erwartete, spazierte ich einfach in der entgegen gesezten Richtung los.

 

Lesen Sie demnächst Teil 2, Auf der Flucht

 

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